Der beste Fund gelang in einem aufgelassenen
Barytbergbau im Süden von Sardinien (im Iglesiente). Wir fanden eine
sehr große Kluft mit honiggelbem Meißelspat (Baryt).
Die Baryte, die in der besagten Kluft gefunden wurden, zeichnen sich
auf den ersten Blick durch ihre Größe (gegenüber anderen
Fundorten) und ihren eigenen Habitus aus.
Zwar handelt es sich bei der Kristallisation einwandfrei um Meißelspat,
jedoch ist ein Großteil der Kristalle verzerrt.
Besonders interessant ist die drei bis vierfache Phantombildung im oberen
Drittel der Kristalle.
|

Meißelspatkristall mit
Phantom (5,5 cm) |
Die Kluft, die mehrere Meter tief war,
war komplett mit Kluftlehm ausgefüllt. Dies bedeutete zwar wochenlange
Arbeit, jedoch ist dadurch der Großteil der Kristallstufen perfekt
abgeheilt. Und dies ist bei Stufen mit bis zu 30 cm Größe doch
ungewöhnlich. Einzelne Kristalle erreichten bis zu 12 cm.
Auf den meisten Kristallen ist zudem noch eine zweite Generation Baryt
aufgewachsen, es scheint, als ob dieses Generationswachstum auch für
die Phantombildung verantwortlich ist. |

"klassischer" Baryt
- Spanien; 4 cm |